So kann es jetzt weitergehen!
Manchmal weiß man bereits während der Prüfung, dass es nicht fürs Bestehen reichen wird. In anderen Fällen erwischt einen das NB (nicht bestanden) eiskalt. Besonders wenn man eigentlich mit dem Durchkommen und sogar einer akzeptablen Note gerechnet hat, kann sich das Einsehen der Prüfungsergebnisse wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen. Du hast vielleicht viel Zeit in die Prüfungsvorbereitung investiert und dich intensiv mit dem Lernstoff auseinandergesetzt. Vielleicht betrauerst du gerade die vielen Stunden der Vorbereitung und fühlst dich niedergeschlagen. Nach dem ersten Schock folgen häufig Trauer, Wut, Enttäuschung, Frust oder Scham und vor allem die Angst vor dem Zweit- oder Drittversuch. Kurzum: Dir geht es wahrscheinlich gerade nicht so gut und das darfst du erst mal mit Selbstmitgefühl anerkennen. Es ist in Ordnung und normal, jetzt frustriert zu sein. Durch Prüfungen zu rasseln, ist aber kein Einzelfall – vielen Studierenden ergeht es ähnlich. Die verhauene Prüfung beeinflusst nun auch den Plan für deine kommenden Wochen, denn der nächste Versuch steht vielleicht schon bald an. Ich zeige dir, wie du nun mit dieser Situation um gehen und letzten Endes gestärkt aus ihr hervorgehen kannst!
Es gibt immer eine Entscheidung, die wir treffen können, nämlich die, wie wir mit dem eigenen Scheitern umgehen. Es hilft, sich darüber bewusst zu werden. Nimm dir einen Moment und spüre in dich. Was kann dir im Moment helfen? Vielleicht brauchst du erst mal ein paar Tage Abstand vom Thema und körperliche sowie geistige Erholung? Welche Maßnahme der Selbstfürsorge kann dich gerade stärken? Sei jetzt gut zu dir – dich niederzumachen oder abzuwerten, unterstützt dich weder in deiner Trauer noch bei der Vorbereitung auf den nächsten Versuch. Hast du die Situation erst einmal angenommen und den Schock verdaut, geht es darum, zu analysieren, warum es nicht geklappt hat. Vielleicht bist du dir über mögliche Ursachen bereits im Klaren: Es waren zu viele Prüfungen zu eng getaktet, die Vorbereitungszeit war zu kurz, die Lernstrategie passte nicht, das Prüfungsformat hat dich besonders herausgefordert oder Prüfungsangst hat deine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Reflektiere, worauf du den Misserfolg zurückführst, denn diese sogenannte »Attribution« beeinflusst dein zukünftiges Verhalten. Dabei sind Freundlichkeit und Neugierde dir selbst gegenüber Voraussetzungen für einen konstruktiven Umgang mit deinem Scheitern. Bringe in Erfahrung, was du im Rahmen deiner Vorbereitung anders machen kannst, um beim nächsten Mal erfolgreich zu sein: