Eine Studentin hält sich die Hand vor das Gesicht und blickt nach unten.

Überforderung im Studium

26.05.2026
2 Minuten
Mental Health

Du hast das Gefühl, dein Studium wächst dir über den Kopf? Manchmal fühlt sich einfach alles zu viel an. Hier findest du wichtige Anlaufstellen und Tipps, wie du Hilfe findest

 

So ein Studium steckt voller Herausforderungen. Damit du die alltäglichen Hürden meistern und dabei gesund und entspannt bleiben kannst, stellt dir der BARMER Campus Coach allerlei hilfreiche Beiträge zu verschiedenen Themen im Studium zur Verfügung. Hier findest du Antworten auf deine Fragen rund um die Ernährung, deine körperliche Fitness, deine Mental Health oder zu zwischenmenschlichen Beziehungen. Außerdem gibt es hilfreiche Tipps und effektive Methoden sowie den Survival Guide Studium zu entdecken. Gemeinsam mit dem BARMER Campus Coach meisterst du den Balanceakt zwischen Uni und Gesundheit spielend. Lass dich inspirieren und dich von gut recherchierten Beiträgen im Studium begleiten!

Wie finde ich Hilfe, wenn der Druck im Studium zu groß wird?

Du willst für eine Prüfung lernen, aber du kannst dich einfach nicht konzentrieren. Dein Kopf ist voller To-do-Listen, Vorlesungen, Deadlines – und um den Haushalt solltest du dich auch noch kümmern. Alles wirkt dringend, aber du weißt irgendwie nicht, womit du anfangen sollt. Du hast das Gefühl, dass dir alles über den Kopf wächst, und genau dieses Gefühl von Überforderung wird immer stärker. 

Viele Studierende kennen das nur zu gut. Wenn alles gleichzeitig passiert und nichts mehr richtig greifbar wirkt, kann es helfen, einen Schritt zurückzutreten. Wichtig ist: Dieses Gefühl muss dich nicht lähmen, und es gibt Wege, wieder aus der Situation rauszufinden. Wenn du nicht mehr weiterweißt, musst du das nicht allein durchstehen. Es ist absolut in Ordnung (und ein Zeichen von Stärke), Hilfe anzunehmen, wenn dir alles zu viel wird. 

In diesem Beitrag erfährst du, warum es so wichtig ist, frühzeitig Unterstützung zu suchen, weshalb das ein echter Power-Move ist und an wen du dich wenden kannst, wenn gar nichts mehr geht.

Das Gefühl der Überforderung – keine Seltenheit im Studium

Was du erlebst, ist kein persönliches Versagen. Viele Studierende fühlen sich im Laufe ihres Studiums überfordert. Die Anforderungen sind hoch, der Druck ist konstant und oft fehlt ein Ventil. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) fühlen sich rund 42 % der Studierenden häufig gestresst, fast ein Drittel fühlt sich psychisch belastet.1

Was tun, wenn’s zu viel wird?

Es gibt Anlaufstellen, bei denen du dich melden kannst – anonym, kostenlos und ohne Voranmeldung:

  • Dozierende: Scheue dich nicht, das Gespräch mit deinen Lehrenden zu suchen. Sie können dir helfen, dein Arbeitspensum realistisch einzuschätzen, Prioritäten zu setzen oder dir alternative Lösungswege aufzeigen.
  • Psychologische Beratung der Hochschule: Fast jede Hochschule bietet kostenfreie Beratungsangebote an – auch präventiv.
  • Telefonseelsorge: Rund um die Uhr erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
  • Studierendenwerke: Viele bieten Workshops zu Stressbewältigung, Prüfungsangst oder Selbstorganisation.

Hilfe holen ist kein Aufgeben, sondern Selbstfürsorge

Es braucht Mut, sich selbst einzugestehen, dass man gerade nicht alles alleine schafft. Doch genau dieser Schritt ist entscheidend: Denn Hilfe anzunehmen bedeutet nicht, dass du versagt hast, sondern dass du Verantwortung für dich und deine Gesundheit übernimmst. Wer überfordert ist, leistet nicht zu wenig, sondern trägt oft schlichtweg zu viel auf den Schultern. In einer Zeit, in der Selbstoptimierung und Leistungsdruck allgegenwärtig sind, ist es ein starkes Statement, innezuhalten und zu sagen: »Ich brauche Unterstützung.« Dieser Schritt ist kein Rückzug, sondern ein bewusster Weg nach vorn. Er öffnet Raum für neue Perspektiven, Entlastung – und echte Selbstfürsorge. Hilfe anzunehmen ist nicht das Ende der eigenen Stärke, sondern oft erst ihr Anfang.2

Kleine Schritte, große Wirkung

Auch du selbst kannst etwas gegen das Gefühl tun, die Kontrolle zu verlieren. Schon kleine Veränderungen können dir helfen, aus der Überforderungs-Spirale auszubrechen:

  • To-do-Listen mit realistischen Zielen
  • Feste Pausen (und zwar ohne Bildschirm)
  • Regelmäßiger Schlaf und Bewegung
  • Offene Gespräche mit Kommiliton/innen oder Freund/innen

Du musst nicht alles alleine schaffen

Überforderung ist keine Schwäche und Hilfe suchen ist echte Stärke. Sich einzugestehen, dass man Unterstützung braucht, ist mutig und klug. Und es ist der erste Schritt raus aus dem Gefühl, alles allein stemmen zu müssen.


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1 J. Grützmacher, B. Gusy, T. Lesener, S. Sudheimer, J. Willige (2017): „Gesundheit Studierender in Deutschland 2017“ unter www.dzhw.eu/pdf/21/gesundheit_studierender_in_deutschland_2017.pdf, Stand (Zugegriffen am 17.04.2026)

2 Buchenau, P., Lehmann, S. (2021). Bitte um Hilfe und nimm sie an. In: Der Anti-Stress-Trainer für Studierende. Anti-Stress-Trainer. Springer Gabler, Wiesbaden. doi.org/10.1007/978-3-658-32437-7_5

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