Was ist Cybermobbing überhaupt?
Cybermobbing, auch Cyberbullying genannt, ist eine Form digitaler Gewalt, bei der Menschen über digitale Medien wiederholt und gezielt schikaniert, bloßgestellt oder ausgegrenzt werden. Typisch ist dabei ein Machtungleichgewicht zwischen den Beteiligten – etwa weil mehrere Personen gegen eine einzelne vorgehen oder weil die Angriffe anonym erfolgen. Dieses Online-Mobbing kann ganz unterschiedlich aussehen: beleidigende Nachrichten, abwertende Kommentare im Studienchat, ein peinliches Foto, das ungefragt geteilt wird, oder der wiederholte Ausschluss aus einer Gruppe.
In der Forschung werden häufig drei Kriterien für (Cyber-)Mobbing genannt: Wiederholung, Schädigungsabsicht und Machtasymmetrie.1 Ein einzelner verletzender Kommentar gilt daher noch nicht unbedingt als Cybermobbing. Wiederholen sich solche Angriffe und zielen darauf ab, eine Person herabzusetzen oder auszugrenzen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Eine Besonderheit im digitalen Raum: Im Netz können sich auch einzelne Angriffe schnell verbreiten und eine große Belastung darstellen.