Der erste Schritt zu einem besseren Umgang mit Frust ist, dass du dir deiner persönlichen Frustursachen und deiner körperlichen, emotionalen und mentalen Reaktionen bewusst wirst. Aus psychologischer Sicht sind Emotionen vorübergehend und lassen schnell wieder nach, wenn wir ihnen Raum geben und sie zulassen – auch wenn das bei unangenehmen Emotionen wie Frustration ziemlich herausfordernd sein kann.
Um dir das Aushalten einer Emotion zu erleichtern, kannst du deine momentanen Empfindungen bewusst beobachten und dabei tiefe Atemzüge nehmen. Das kann dir helfen, präsent im Hier und Jetzt zu bleiben. Darüber hinaus können Entspannungstechniken, Tagebuchschreiben, Sport und Bewegung entlastend sein. Selbstreflexion kann dir helfen, der Frustration auf den Grund zu gehen: Was hat den Frust ausgelöst? Was davon kann ich beeinflussen? Ist es sinnvoll, meine Erwartungen anzupassen? Auch ein Gespräch mit einer vertrauten Person kann dir helfen.
Wenn du alleine nicht weiterkommst, dann scheue dich nicht davor, professionelle Hilfe zu suchen, zum Beispiel bei einer psychologischen Beratungsstelle oder psychologischen Fachperson. Vielleicht gibt es ein solches Angebot ja sogar an deiner Hochschule.