Umgang mit Überforderung und Prokrastination
Das Gefühl, ständig etwas tun zu müssen, und zwar möglichst alles gleichzeitig, ist im Studium besonders belastend. Es kann Stress verstärken und zu ungünstigen Bewältigungsstrategien führen, wie z. B. exzessives Arbeiten oder Prokrastination. Verinnerlichte Normen wie »immer etwas leisten müssen« werden dann schnell handlungsleitend oder blockieren deinen Fortschritt. Mache dir bewusst, dass es vollkommen in Ordnung ist, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Du musst nicht alles sofort auf einmal leisten. Wenn du in die Prokrastinations-Falle getappt bist, kannst du auch die Methode der Arbeitsrestriktion ausprobieren. Dabei nimmst du dir jeden Tag einige angemessene Zeitfenster zum Lernen vor und terminierst diese genau. Außerhalb dieser Zeiten hast du quasi Arbeitsverbot und erlaubst dir nicht mehr zu arbeiten. Auf diese Weise wirst du nicht nur deine Zeitfenster effizient nutzen und weniger aufschieben, sondern auch eine Trennung zwischen Arbeit und unbeschwerter Freizeit wahrnehmen.1
Gesunde Routinen sind sehr hilfreich, um im Studienalltag immer wieder die Balance zu finden. Der Aufbau von Routinen erfordert Kontinuität und Durchhaltevermögen, was nicht immer leichtfällt. Wer sich seiner Werte bewusst wird, sich realistische Ziele setzt und auch Mitgefühl mit sich selbst hat, kann so die Herausforderungen des Studiums leichter meistern und ein ausgeglicheneres Leben führen. In der Aufzeichnung zum Online-Event »Deep Dive: Etabliere (d)einen gesunden Lebensstil« findest du weitere nützliche Tipps und Tricks.