Eine junge Frau tanzt vor einem Spiegel und lacht dabei.Eine junge Frau tanzt vor einem Spiegel und lacht dabei.
 

Eigene Bedürfnisse erkennen und erfüllen

Tipps für mehr Selbstfürsorge

Stell dir vor, deine beste Freundin sagt, sie braucht eine Pause. Du antwortest: »Klar, nimm dir die Zeit, die du brauchst.« Jetzt stell dir vor, dein eigener Körper sendet dir genau dieselbe Nachricht – und du ignorierst sie. Dabei gilt für viele Studierende: Wer lernt, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und ernst zu nehmen, trifft selbstbestimmtere Entscheidungen, schützt sich vor Überforderung und lebt insgesamt zufriedener. In diesem Beitrag erfährst du, warum das so wichtig ist und bekommst konkrete Tipps, wie du Selbstfürsorge in deinen Alltag integrierst.

Quick Check: Wie erkenne ich meine eigenen Bedürfnisse?

Eigene Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen stärkt Selbstfürsorge und Selbstverantwortung. Wer sie ernst nimmt, kann sich vor Überforderung schützen und die eigene Resilienz stärken. 

Tipps: Stopp-Momente schaffen (»Wie geht es mir? Was brauche ich?«), im Kleinen anfangen, Bedürfnisse klar aussprechen, Nein sagen lernen und Termine mit dir selbst als Priorität planen.

BARMER Campus Coach

Der BARMER Campus Coach unterstützt dich mit wertvollem Wissen, hilfreichen Strategien, spannenden Online-Events und unterhaltsamen Beiträgen dabei, gesund und entspannt durchs Studium zu kommen.

Warum ist es wichtig, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern?

Im Studium geht man selbst manchmal im Alltagschaos unter. Fristen, Erwartungen, soziale Verpflichtungen und irgendwann handelt man nur noch nach Pflichtgefühl, nicht mehr nach dem, was man selbst eigentlich braucht. 
Manchmal ist daher der wichtigste Schritt, sich selbst wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Du darfst Grenzen setzen. Du darfst Nein sagen. Und du darfst auf dich achten, ohne dich dafür zu rechtfertigen. Für dich selbst einstehen bedeutet nicht Egoismus, sondern Selbstverantwortung.1
Ein bewusster Umgang mit deinen eigenen Bedürfnissen kann dich vor Überforderung schützen: Durch regelmäßige Ruhe, Erholung und Bewegung kannst du Erschöpfung vorbeugen und deine Resilienz stärken. Warum das so wichtig ist, erklärt dir auch psychologische Psychotherapeutin Nesibe in diesem Video.

Tipps & Inspiration: So fängst du an, deine Bedürfnisse zu erfüllen

1. Werde dir deiner Bedürfnisse bewusst
Viele Menschen spüren ihre Bedürfnisse erst, wenn sie schon überlastet oder frustriert sind.2 Deshalb: Stopp-Momente schaffen. Frag dich regelmäßig:

  • Wie geht es mir gerade (körperlich, emotional, mental)?
  • Was brauche ich wirklich? (Hilfreich kann sein, deine Bedürfnisse in ein Journal zu schreiben oder eine App für ein tägliches Check-In zu verwenden.)

2. Fang im Kleinen an
Du musst nicht gleich dein Leben umkrempeln. Manchmal reicht es, ein Treffen abzusagen, weil du lieber allein sein willst. Oder dir eine Pause zu nehmen, ohne dich dafür zu rechtfertigen. Jede erfüllte Kleinigkeit stärkt dein Selbstwertgefühl.

3. Sprich deine Bedürfnisse aus
Wenn du z. B. Nähe brauchst, Unterstützung, Ruhe oder Austausch – sag es. Klar und ehrlich. Es ist nicht deine Aufgabe, immer stark oder pflegeleicht zu sein. Deine Bedürfnisse sind legitim, auch wenn sie unbequem sind.

4. Lerne, Nein zu sagen
Ein »Ja« zu dir selbst bedeutet oft ein »Nein« zu anderen. Und das ist okay. Grenzen zu setzen, schützt deine Energie und zeigt: Du nimmst dich ernst.

5. Mach Termine mit dir selbst – und halte sie ein
Ob Journaling, ein Spaziergang, dein Lieblingsgericht oder einfach Zeit offline: Plane bewusste Zeiten nur für dich. Nicht, wenn noch Zeit übrig ist, sondern als Priorität. Hier findest du ein paar Inspirationen für ein bisschen Zeit nur für dich.

Fazit: Du bist kein Roboter

Du hast Bedürfnisse und das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Menschlichkeit. Sie zu erfüllen ist kein Luxus, sondern Selbstfürsorge. Und je besser du auf dich achtest, desto klarer, unabhängiger und erfüllter kannst du durchs Leben gehen. Denn: Niemand sonst ist so lange mit dir zusammen wie du selbst. Versuche also, dein Leben aus vollen Zügen zu genießen 😊


Quellen:

1 Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2000). The “What” and “Why” of Goal Pursuits: Human Needs and the Self-Determination of Behavior. Psychological Inquiry, 11(4), 227–268. https://doi.org/10.1207/S15327965PLI1104_01. Stand [20.05.2026]
2 „Die Kunst eigene Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen“ in Extra Zwei unter extrazwei.de/die-kunst-eigene-beduerfnisse-zu-erkennen-und-zu-erfuellen/. Stand [20.05.2026]
 

Weitere spannende Themen

Motivation
Zwischenmenschliches
Eigene Bedürfnisse erkennen und erfüllen

Obwohl du dir vorgenommen hattest, einen Selfcare-Abend zu machen, bist du doch wieder auf dem Weg zu einem Treffen auf das du eigentlich keine Lust hattest. Unsere eigenen Bedürfnisse übergehen wir oft viel zu schnell. In diesem Beitrag erfährst du, warum es so wichtig ist, sie ernst zu nehmen und wie du Schritt für Schritt lernen kannst, sie im Alltag zu erfüllen.

 
Motivation
Studium
Zwischenmenschliches
Hobbys im Studium

Hausarbeiten, Lernstress, volle To-dos? Gerade dann lohnt es sich, mal kurz den Kopf freizubekommen. Ob Sport, Kreatives oder neue Kontakte: Ein Hobby bringt Energie, Spaß und manchmal sogar bessere Noten.

 
Zwischenmenschliches
Support
Wie du besser mit Ablehnung umgehst

Ein Kontakt, der sich plötzlich nicht mehr meldet. Eine Freundschaft, die im Sande verläuft. Ablehnung trifft uns mitten ins Herz – aber sie definiert uns nicht. Hier erfährst du, warum Zurückweisung nicht das Ende, sondern ein Startpunkt sein kann.

 
Zwischenmenschliches
Support
Warum fühle ich mich im Studium so einsam?

Du bist frisch an der Uni und fühlst dich allein? Das geht vielen so. Einsamkeit betrifft viele Studierende, vor allem am Anfang. Hier erfährst du, warum das so ist und was du tun kannst, damit es besser wird.

 
Zwischenmenschliches
Alltag & Lifehacks
Kein Bock auf Party?

Ja, Spazierengehen ist nicht super spannend. Den ganzen Sonntag verkatert im Bett liegen aber auch nicht. Hier erfährst du, was du stattdessen unternehmen kannst!

 
Zwischenmenschliches
Wissen & Awareness
Dating & Erwartungen?

Viele Menschen spüren beim Dating Druck, performen zu müssen: »gut genug«, »interessant genug«, »witzig genug«, »begehrenswert genug«. Aber Dating ist kein Wettbewerb. In diesem Beitrag erfährst du, warum dieser Druck so verbreitet ist, was Social Media damit zu tun hat und wie du lernst, freier, selbstbestimmter und mit weniger Stress zu daten.

 
Zwischenmenschliches
Wissen & Awareness
Warum ist Konsens so wichtig?

Konsens ist die Grundlage jeder sicheren und respektvollen Nähe. Aber was bedeutet ein echtes »Ja« und wie schützt Kommunikation nicht nur Grenzen, sondern auch Intimität und Verbundenheit? In diesem Beitrag erzählt dir Psychotherapeut Lukas Maher mehr und spricht mit Marie und Robert über ihre Perspektiven und Erfahrungen.

 
Zwischenmenschliches
Support
Sozialkompetenz stärken

Fühlst du dich manchmal unsicher in Gesprächen oder sozialen Situationen? In diesem Video zeigt dir Psychotherapeutin Nesibe, wie du mit einfachen Strategien deine sozialen Kompetenzen trainierst!

 
Zwischenmenschliches
Wissen & Awareness
Perspektiven auf Diskriminierung

Diskriminierung kann laut und offensichtlich, aber auch subtil und verletzend sein – sie betrifft viele Menschen und hinterlässt Spuren. In diesem Campus Talk sprechen Assma Hersi und Lisa Niendorf über ihre Erfahrungen und darüber, wie wir als solidarische Gesellschaft und Hochschulkultur zusammenstehen können.

 
Studium
Zwischenmenschliches
Support
Dozierende um Unterstützung bitten?

Du weißt nicht weiter im Studium und brauchst Hilfe? Dozierende können eine wichtige Anlaufstelle sein. Dieser Artikel gibt dir Mut, um Hilfe zu fragen, konkrete Tipps für das Gespräch und zeigt dir, an wen du dich sonst noch wenden kannst.

 

Du bist noch nicht angemeldet?